Was ist eigentlich Poledance?

Poledance heißt übersetzt „Stangentanz“ und ist heute eine anerkannte körperbetonte und fordernde Tanz/Sportart.
Wie der Name schon sagt, geht es dabei darum um und an einer Stange (Pole) zu tanzen/turnen. Dabei werden zu einer Musik nach Wahl viele verschiedene Moves, Spins und Haltefiguren gemacht.

Männersport vs. Stripclub?

In unseren Breitengraden denkt man dabei schnell an Stripclubs. Da ist es nicht verwunderlich, dass die meisten gar nicht glauben können, dass diese Sportart eigentlich ihre Wurzeln im alten Asien findet. Sie wurde nämlich aus der traditionellen asiatischen Akrobatik und hauptsächlich – schau her, schau her – von Männern entwickelt. Und zwar schon im 12. Jahrhundert, irgendwann zwischen 1101 – 1200!
Auch in Indien gab es bereits im 12. Jahrhundert die sehr beliebte Sportart Mallakhamb, bei der man auf einem hohen Holzpfahl herumturnt.
Erst um 1950(!) zog der Stangentanz in die Stripclubs. Aufgrund großer Beliebtheit verbreitete er sich schnell und der Stangentanz zog in die Erotikszene ein. Die ersten „Pole-Studios“ trainierten die erotische Tänzerinnen, erst später wurden daraus Studios für Jedefrau, um den Körper fit zu halten.

Auch wenn der Ursprung also eigentlich sehr männlich ist, wird der Sport heutzutage hier in Österreich hauptsächlich Frauen nähergebracht. Das Klischee des Rotlichtmilieus, bei dem sich Frauen sexy an der Stange räkeln, lässt sich leider – sogar heute noch – teilweise nur schwer brechen, auch wenn diese Zeiten in Bezug auf Poledance ja wirklich schon längst Geschichte sind und der Polesport heutzutage eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Entfaltungen hervorbringt!
Es gibt bereits seit vielen Jahren Turniere und Meisterschaften in diesem Sport, der immer beliebter und populärer wird.

Kraft, Flexibilität & Tanz

Der Polesport vereint vorallem 3 Hauptaugenmerke: Kraft, Flexibilität und Tanz. Mit diesen 3 Fertigkeiten erlangt der Polesport seinen Höhepunkt in Sachen Kreativität und Leistung.
Nichtsdestotrotz müssen nicht alle 3 Fertigkeiten angestrebt werden.

Während die einen sich auf Fitness und Kraft spezialisieren und schwere Haltefiguren üben, ist der Fokus bei „Exotic Pole“ hauptsächlich tänzerisch – zudem wird hier auch meist mit sexy High Heels getanzt und auch viele Bodenfiguren/moves gemacht.

Wo auch immer dein Fokus liegt: Der Polesport ist eine tolle und ganz vielfältige kunstvolle Sportart und ein Ganzkörper-Training der ganz besonderen Art.

Hast du das gewusst, dass schon im 12. Jahrhundert auf Stangen geturnt wurde und dass der Polesport eigentlich aus der Männerwelt kommt?